Unterbewusstsein, Nervensache, gut für die Psyche - vertrauter Geruch
Ohne Umweg direkt ins Gehirn: vertraute Gerüche fürs Wohlbefinden

Der Kuchen mit Zimt und Vanille, der starke schwarze Kaffee, der Kräutertee. Ein bestimmtes Parfüm, ein Badezusatz, ein vertrautes Waschmittel. Der Sommerregen auf dem Asphalt, das Herbstlaub, Maiglöckchen im Frühling. Sie alle haben etwas gemeinsam: sind es vertraute Gerüche, die mit einem Wohlgefühl verbunden sind, haben sie sofort einen positiven Einfluss auf die Psyche. Wie das funktioniert (im Gegensatz zu anderen Sinnen wie hören oder sehen)? Der Geruch landet im Gehirn sofort im Limbischen System, bei der Amygdala, die verantwortlich für emotionale Bewertungen ist, und beim Hippocampus, verantwortlich fürs Gedächtnis. Die unterbewusste Verknüpfung von Geruch plus positiver Erinnerung erzeugt sofort ein gutes Gefühl und baut Stress ab, weil das Cortisollevel sinkt und dadurch ein Sicherheitsgefühl entsteht. Das Gehirn schüttet außerdem die Glückshormone Serotonin und Dopamin aus. Damit wirken Gerüche viel schneller und intensiver als visuelle oder taktile Wahrnehmungen. Also: öfter mal Nase auf und bewusst vertraute angenehme Düfte wahrnehmen.









